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Weissenkirchen - Wachau

Die Wachau ist fraglos eine der schönsten Landschaften Österreichs. Seit dem Jahr 2000 zählt diese einzigartige Region zum UNESCO-Weltkultur- und Naturerbe.

Start und Ziel unserer Tour war das malerische Weißenkirchen. Der in ein ausgedehntes Weingebiet eingebettete Winzerort gehört mit seiner charakteristischen Wehrkirche zu den Wahrzeichen der Wachau. Zudem machen ihn mehrere dort ansässige Spitzenweingüter mit Qualitätsweinen von Weltformat zu einem Aushängeschild österreichischer Weinkultur. Auf einem großzügigen Rundweg kann man die Rieden dieses Weinjuwels durchstreifen.

Bei ausgezeichnetem Wetter begann unsere 17-köpfige Gruppe um 10:30 Uhr mit der Wanderung. Über die Burgstiege gelangten wir zum westlichen Ortsrand, wo der Weinwanderweg beginnt, der ansteigend durch die Rieden am Vorderseiber führt. Von dort bietet sich ein weiter Ausblick auf die an fernöstliche Reiskulturen erinnernden Terrassen, die das Landschaftsbild der Wachau wesentlich prägen. Die Errichtung der aus Gneisplatten bestehenden Trockensteinmauern ohne Bindemittel wird in der Wachau bereits seit dem Mittelalter betrieben und erfordert ein besonderes Wissen, das von Generation zu Generation weitergegeben wird.

In der Nähe der Kuppe des Vorderseibers verließen wir den Weinwanderweg und wandten uns Richtung Westen. Über einen Forstweg gelangten wir bergab zum Cholerakreuz, das an einer Weggabelung nahe einer befahrenen Straße liegt. Mittlerweile war es Mittag geworden, und wir legten hier eine Rast ein.

Die nächste Etappe führte wieder bergauf, durch ein für die Wachau typisches Waldstück mit vielen Nadelbäumen und einzelnen Felsbrocken, den sogenannten „Findlingen“. Das erinnerte uns daran, dass wir uns hier eigentlich bereits im Waldviertel befinden. Der Aufstieg endete am Wachauer Höhenweg, dem wir anschließend eine Zeit lang folgten. Bei der Abzweigung Richtung Schildhütten trafen wir auf den von Krems kommenden Welterbesteig, den wohl bekanntesten Wanderweg der Wachau. Wir folgten ihm zurück Richtung Weißenkirchen, zunächst jedoch bis zur wohlverdienten Einkehr im Weingut Pomaßl. Der idyllisch gelegene Heurige im kleinen Weiler Schildhütten bietet eine beinahe romantische Atmosphäre sowie eine traditionelle Speisekarte mit zahlreichen Spezialitäten.

Nach dem Essen wanderten wir auf dem Welterbesteig weiter Richtung Weißenkirchen. Es folgte eine etwas anspruchsvollere Passage, die wir jedoch aufgrund der trockenen und sicheren Wegverhältnisse problemlos bewältigten.

Unser nächstes Ziel war der Panoramaweg Achleiten, den viele als das Highlight des Welterbesteigs bezeichnen. Der Name ist hier Programm: Auf einer Strecke von rund vier Kilometern eröffnet sich ein atemberaubendes Panorama mit echtem Wow-Effekt. Der Blick reicht weit über die Donau, und Dürnstein sowie das hoch über der Landschaft thronende Stift Göttweig scheinen zum Greifen nah. Wir konnten uns kaum sattsehen und nahmen uns genügend Zeit, diese Eindrücke in vollen Zügen zu genießen.

Der restliche Weg nach Weißenkirchen ist kaum zwei Kilometer lang, sodass wir bald wieder den Ort erreichten. Zum Abschluss kehrten wir noch bei einem Heurigen direkt im Ort ein, um bei einem Glas Wein diese eindrucksvolle Wanderung gemütlich ausklingen zu lassen.

15.3km, 552 Hm, 4:35 Std

 

SK

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