Für den 15. Mai 2026 war ursprünglich eine längere Wanderung zum Johann-Enzinger-Haus am Hegerberg bei Böheimkirchen geplant. Diese Tour erfordert jedoch eine stabile Wetterlage und die war leider nicht gegeben. Eine bereits seit mehreren Tagen andauernde Schlechtwetterphase machte uns einen Strich durch die Rechnung.
Für die Wetterfesten, die trotzdem unbedingt ein wenig an die frische Luft wollten, gab es eine kürzere Ersatzwanderung, den Stadtwanderweg 6 „Zugberg/Rodaun“. Letztlich fanden sich neun Unerschrockene an der Endhaltestelle der Straßenbahnlinie 60 in Rodaun ein, dem Start- und Zielpunkt dieses Stadtwanderweges. Der Regen hatte erst am frühen Vormittag aufgehört, und daher waren kaum Menschen unterwegs. So konnten wir die Natur ganz ungestört genießen. Nach einem Regen ist die Luft rein, klar und kühl. Die Pflanzen erscheinen in satteren Farben, Regentropfen glitzern auf den Blättern, und es entfaltet sich ein ganz eigener, erdiger Duft. Wir schlugen ein gemütliches Tempo an und kehrten zweimal ein, zuerst in der Wiener Hütte und gegen Ende der Wanderung im Gasthof „Zur Schießstätte“. In diesen Lokalen, in denen normalerweise ohne Reservierung kaum ein Platz zu bekommen ist, gehörten wir an diesem Tag zu den wenigen Gästen. Bis zum Ende unserer Tour gegen 15 Uhr blieb es trocken. Am späteren Vormittag zeigte sich für kurze Zeit sogar blauer Himmel. Auch wenn es in der Früh etwas Überwindung gekostet haben mag, hat sich die Tour letztlich sehr gelohnt.
Wir legten 14,3 km und 374 Höhenmeter zurück und waren insgesamt fast 6 Stunden unterwegs.
SK