Auf der Suche nach neuen Wanderzielen für unsere Anfordernisse bin ich auf der „Mostviertelseite“ auf den Eichbergweg in Böheimkirchen gestoßen. Auch auf der Homepage der Gemeinde Böheimkirchen wurde u.a. auch dieser Wanderweg angeboten.
So, wie immer, wenn wir einen Weg nicht kennen, sind wir die Wanderung vorgegangen, in dem Glauben, dass dieser gut beschriftet sein muss. Es war aber nicht so! Sogar am Ausgangspunkt, Park von Böheimkirchen, gab es keinen Wegweiser, in welche Richtung wir uns wenden sollen.
Schlussendlich haben wir es mit einigen Umwegen, dem App und Hilfe von vorbeikommenden Ortskundigen geschafft den Weg – an diesem Tag hatte es 33 Grad im Schatten – zu „vollenden“.
Wieder zu Hause habe ich gleich an die Gemeinde geschrieben und auch umgehend eine Antwort vom Obmann der Naturfreunde Böheimkirchen, Franz Höfler, bekommen:
„es freut mich sehr, dass ihr nach Böheimkirchen zum Wandern kommt.
Danke auch für den Hinweis. Die Situation ist uns bekannt.
Wir arbeiten aktuell gerade an einem Leader Projekt, wo alle Wanderwege digital erfasst werden und auch völlig neu mit den gelben Pfeilen beschildert werden.
Wenn alles so läuft, wie geplant, sollte es noch dieses Jahr so weit sein.“
Tatsächlich war Franz am 26.9.2026, am Tag der Wanderung, die dann problemlos abgelaufen ist, vor Ort zur Begrüßung. Er hat uns dann noch einige Tipps gegeben und uns sogar eine „Zusammenarbeit“ angeboten. Er wird uns eine Wanderung für Frühjahr 2027 vorschlagen.
Der 415m hohe Eichberg bei Böheimkirchen ist die erste Erhebung der Flyschzone. Hier verlässt man die Molassezone der nördlichen Voralpen, die durch Ackerbau geprägt ist, und betritt die Flyschzone. Diese einzigartige Kulturlandschaft beeindruckt durch ihre sanften Hügel und ausgedehnten Wiesen. Der Bergrücken des Eichberges stellte im Mittelalter eine wichtige Verkehrsverbindung dar. Trotz des Namens bilden nicht Eichen, sondern Buchen und Fichten den Hauptbestandteil des Waldes. Vom Gipfel aus bietet sich dem Wanderer ein schönes Alpenpanorama. Ein weiteres Highlight begegnet dem Wanderer im Örtchen Lanzendorf: die romanische Kirche St. Martin, mit ihrem schiefen Turm. Der Sakralbau wurde 1248 erstmals genannt, ist jedoch noch viel älter. Der Ursprung der Kirche wird in karolingischer Zeit angenommen. Der heutige Bau ist aus dem 12. Jahrhundert. Die Errichtung ist auf das Umfeld des Stifts Seitenstetten zurück zu führen. Die Kirche wird einmal im Jahr - zum Fest des Patrons, des heiligen St. Martin - geöffnet.
Am Ende der Wanderung gab’s zur Einkehr zwei Lokale zur Auswahl, eine Pizzeria mit köstlicher Pizza oder das Cafe Bachinger, mit kreativen Eisbechern und herrlichem Kuchenbuffet.
14,35 km – 250 hm – 4.47 Stunden
ESZ