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Zum Heringschmaus nach Heiligenkreuz

Nachdem letztes Jahr diese Tour großen Anklang gefunden hatte, wanderten wir auch heuer wieder am Aschermittwoch von Rodaun nach Heiligenkreuz. Das ist auch die 1. Etappe des Wiener Wallfahrerwanderweges nach Mariazell. 27 Naturfreundinnen und Naturfreunde kamen um 9 Uhr zum Treffpunkt an die Endstation des „60ers“. Der Aschermittwoch war heuer am 5. März und das Wetter bereits frühlingshaft sonnig und warm.

Über die Perchtholdsdorfer Heide und weiter durch den Wald stiegen wir zuerst steil zum Franz Ferdinand Schutzhaus auf. Dann geht die gut ausgeschilderte Route gemütlich weiter durch die Föhrenberge, vorbei an der Kammersteiner Hütte, der Teufelssteinhütte und dem Salzstangerlwirt bis zur großen Seewiese.

Dort legten wir eine längere Rast ein und aßen im Sonnenschein unsere Jause.

Nach einer weiteren Stunde kommt man, nach der Abzweigung zum Höllenstein bald zum Schloß Wildegg und weiter nach Sittendorf. Dazwischen sieht man an klaren Tagen zum ersten Mal den Schneeberg.

Ab Sittendorf geht es dann eine Weile wieder ordentlich bergauf, bis in das idyllische Örtchen Füllenberg. „Füllen“ ist ein altes Wort für Fohlen und wie der Ortsname ankündigt dreht sich dort (auch heute noch) alles um Pferde. Die Aussicht auf die Wiener Alpen ist aber auch nicht zu verachten.

Von dort ist es nicht mehr weit bis Heiligenkreuz und es geht nur noch bergab. Nach der Unterführung durch die Autobahn kommt man zuerst zum Friedhof, in dem die Gruft der Mary Vetsera liegt. Wir nahmen uns kurz Zeit für den Besuch des Grabes der jungen Frau, von deren tragischem Ende wir alle im Geschichtsunterricht gehört haben.

Gut sichtbare Wegweiser zeigen dann weiter zum eindrucksvollen Kreuzweg, der zum Eingangstor des Stiftes führt. Das große alte und weithin bekannte Stift kann auch mit Führung besichtigt werden und ist jederzeit wieder einen Besuch wert.

Wir fanden uns schon ausgehungert pünktlich im schönen Klostergasthof ein. Am Aschermittwoch steht dort traditionell ein Heringsschmaus auf der Speisekarte. Dazu gibt es zum Beispiel Fastenbier oder Prälatenwein. Als Nachspeise lockt eine große Buttercremeschnitte aus Blätterteig, die zum Fasten aber eher nicht geeignet ist. Es ist diesmal eine besonders schöne Einkehr gewesen, der Hochzeitssaal war für uns alleine reserviert.

Wir haben 16,5 km und 560 hm zurückgelegt und dafür insgesamt gut 5 Stunden gebraucht.

Die Tour ist zeitweise konditionell herausfordernd, lohnt sich aber auch. Besonders an einem Aschermittwoch mit anschließendem Heringsschmaus.

 

SK

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