Seit mittlerweile Jahrzehnten findet am 4. Adventsonntag unsere traditionelle Wanderung auf den Hohen Lindkogel statt. Ausgangspunkt der Wanderung war der Parkplatz bei der Cholerakapelle. Ein nebliger Tag - wie schon den ganzen Dezember - stand uns bevor. Trotz des Nebels zeigte sich der Wald mit vielen schönen Motiven von seiner besten Seite. Und am letzten Drittel blinzelte die Sonne hervor. Am Ziel beim Eisernen Tor strahlte tatsächlich die Sonne und ermöglichte so einen schönen Ausblick von der Sina Warte.
Der Hohe Lindkogel, auch Eisernes Tor oder Kalter Berg genannt, ist ein 834 m hoher Ausflugsberg.
Am Gipfel steht das Schutzhaus Eisernes Tor, mit dem 1856 erbauten Aussichtsturm Sina-Warte.
Der Name „Eisernes Tor“ soll gemäß einer Legende von einem „am höchsten Baum des Gipfels“ angebrachten „eisernen Türchen“ herrühren, hinter dem sich, gesichert, ein Heiligenbild befand und „zu welchem Wallfahrten gingen“.[
Der Bankier Simon Freiherr von Sina, der als Inhaber des Gutes Fahrafeld Waldbesitz auf dem Lindkogel hatte, ließ den 14 Meter hohen Turm bauen und schenkte ihn ein Jahr später dem Verschönerungskomitee der Stadt Baden mit der Verpflichtung, ihn für die Öffentlichkeit zugänglich zu halten. Erzherzog Albrecht, der Wege auf den Hohen Lindkogel hatte herstellen lassen und zu dessen Ehren daher der Gipfelbereich „Albrechtshöhe“ genannt wurde, erklärte sich bereit, die Kosten für die Instandhaltung des Aussichtsturms zu übernehmen. Die damit einhergehende Bezeichnung des Bauwerks als „Albrechtsturm“ hat sich jedoch historisch nicht bleibend durchzusetzen vermocht.
Nach Einkehr im Schutzhaus mit einem sehr originellen Wirten machten wir uns auf den Retourweg. Die Sonne war mittlerweile wieder verschwunden.
Abschluss, wie jedes Jahr, war dann im Landgasthof Cholerakapelle bei Kaffee und Kuchen.
Gehzeit: 4,5 Stunden, 600 hm, 11 km
23 TeilnehmerInnen
ESZ