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Waxeneck

Autos sind aus unserer heutigen Welt nicht mehr wegzudenken, wie man an den vielen kontroversen Diskussionen über den Klimawandel deutlich sieht. Das das einmal ganz anders war haben wir uns bei unserer letzten Tour, am 18. Mai wieder in Erinnerung gerufen. Auf einem alten Verbindungsweg aus vormotorisierter Zeit wanderten wir vom Triestingtal ins Piestingtal. Für die Menschen dieser Zeit war das stets die kürzeste Verbindung vom einem Tal ins andere. Viele dieser Verbindungswege wurden zu Passstraßen ausgebaut, andere werden forstwirtschaftlich genutzt und aus diesem Grund von Wanderern gemieden. Einige wurden aber auch von Wandervereinen beschildert und markiert. So auch unser Weg von Pottenstein nach Pernitz. Fünfzehn Personen hatten sich für die Wanderung angemeldet, um 9:45h kamen wir mit einem Schienenersatzverkehr in Pottenstein an. Die Route bis zum Waxeneckhaus ist bereits ab dem Bahnhof erst grün, dann blau markiert und führt ansteigend durch einen scheinbar endlosen Laubwald. Wer gerne durch einsame Wälder wandert, wird sicher großen Gefallen daran finden. Wir haben bis zum Waxeneck kaum einen Menschen getroffen. Doch der Weg hat auch seine Tücken und erfordert stellenweise einige Aufmerksamkeit um nicht davon abzukommen. So ist an einer Abzweigung der, ohnehin schon sehr kleine Wegweiser umgefallen und lag im Gebüsch, an einer wichtigen Kreuzung ist die Markierung kaum sichtbar. Es ist jedenfalls empfehlenswert das GPS zu nutzen. Das Wetter war sehr angenehm, daher waren wir auch recht flott unterwegs. Trotz einer längeren Rast kamen wir früher als erwartet im Schutzhaus am Waxeneck an. Die Hütte der Naturfreunde ist ist ein Schmuckstück in bester Lage und das Essen ist köstlich. Von der Terrasse hat man an klaren Tagen einen schönen Blick auf den nahen Schneeberg, dieses Mal hat er sich aber in den Wolken versteckt. Ab dem Waxeneck ist die Route rot markiert. Zuerst stiegen wir steil in das entlegene Feichtenbachtal ab. Die Asphaltstraße dort führt vorbei an ein paar einzelnen Bauernhöfen und idyllischen Sommerhäuschen. Beim Marthahof bogen wir rechts ab, dann ging es erst steil bergauf und danach durch einen fast schon märchenhaft schönen, alten Nadelwald bis zum „Luckerten Stein“ hoch über Pernitz. Der „Luckerte Stein“ ist ein stark ausgesetzter Felsbogen über einem Steilabfall ins Piestingtal, der an seiner Oberseite mühelos bestiegen werden kann. 2015 wurde er zum Naturdenkmal erklärt. Wir machten hier noch eine Rast und genossen diesen besonderen Ort. Dieser letzte Abschnitt unserer Wanderung gehört nicht mehr zum alten Verbindungsweg, hat uns aber ausgesprochen gut gefallen. Der steile Aufstieg gegen Ende der Wanderung, den wir dafür in Kauf nehmen mussten hat sich gelohnt. Danach erreichten wir rasch den Ortsrand. Die Wartezeit auf den Zug verkürzten wir uns noch in einem schönen Kaffeehaus mit Gastgarten. Für die knapp 18km und 580hm haben wir 4 Stunden und 45 Minuten Wegzeit gebraucht.

 

SK

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