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"Grias eich am Goasbichl"

 Unsere geplante Wanderung, am Samstag den 15. Juni führte uns ein ganzes Stück weg von Wien. Zuerst nach St. Pölten und dann weiter mit der Mariazellerbahn bis Rabenstein an der Pielach, im schönen Dirndltal. Gleich am Bahnhof beginnt dort der, sehr empfehlenswerte Jubiläumsweg auf den Geißbühel oder „Goasbichl“, wie ihn die Einheimischen nennen. Das Wetter war ideal zum wandern und so fiel uns der Aufstieg, den man dafür in Kauf nehmen muss auch nicht allzu schwer. Vor allem aber lohnt er sich, wegen der oft phantastischen Aussicht. Je höher man kommt, desto mehr weitet sich der Blick, mit jedem Schritt ist mehr zu sehen. Alpenvorland, Dunkelsteinerwald, Jauerling, die Gipfel des Wienerwaldes, Muckenkogel, Reisalpe, Türnitzer Alpen, Schneeberg und natürlich der Ötscher. Man kommt aus dem Staunen nicht heraus. Wie gingen vorbei an idyllischen Bauernhöfen, durch kleine Wäldchen und große blühende Wiesen. Auf einer solchen Wiese legten wir im Schatten einer einzeln stehenden, uralten Linde eine Rast ein. Ein riesenhafter, gespaltener, fast mystisch zu nennender Baum, wie man ihn so schnell nicht wieder sieht. Wir ließen uns Zeit und genossen diese großartige Landschaft. Nach etwa drei Stunden kamen wir oben auf der Hütte an. „ Griaß eich aufn Goasbichl“ steht auf dem Torbogen vor der wunderschönen, großzügig ausgebauten Hütte der Naturfreunde. Bis zum Gipfelkreuz im Wald geht man noch 10 Minuten flach dahin. Wir machten das nach der Rast. Es gibt nur einfache Speisen, dafür umso freundlichere Bewirtung. Für den Abstieg wählten wir den gemütlichen Forstweg über die, wirklich sehenswerte Burgruine Rabenstein. Die früher stattliche Festung steht angeblich auf einem alten Kultplatz, auf dem sich einst die Druiden trafen. Mit dem Baumfriedhof unterhalb der Ruine wird dem vielleicht ein bisschen Rechnung getragen. Zurück in Rabenstein besichtigten wir noch die alte Wehrkirche, in der Kardinal Franz König getauft wurde. Auch für einen Kaffeehausbesuch blieb noch genug Zeit bis zur Heimfahrt. Unter anderem gibt es dort die „Winterbach-Torte“ zu verkosten, eine patentierte regionale Spezialität. Es ist ein wunderschöner Tag für uns gewesen. Wer sich fit genug fühlt für die 16 km und 596 hm und auch ein paar kurze, aber steilere Anstiege nicht scheut, dem kann man nur ans Herz legen: Nix wie hin! 

SK

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